Historische Entwicklung und Zusammenarbeit von Faller und AURORA 

 

  • Ursprung (1960er Jahre): Faller AMS basierte technisch auf dem frühen Aurora T-Jet (Thunderjet 500) Chassis. Faller produzierte in Deutschland eigene Chassis und Karosserien (oft europäische Modelle wie VW Käfer oder Mercedes), die für den Maßstab 1:87 optimiert waren.
  • Der Technologiewechsel (Mitte 1970er): Als Aurora in den USA die AFX-Serie (Aurora Factory Experimentals) mit Magnethaftung (Magna-Traction) einführte, stellte Faller die eigene Fahrzeugproduktion schrittweise ein.
  • Faller AFX Ära: Faller begann, Aurora AFX-Modelle in eigenen Verpackungen als Faller AFX zu vertreiben. Diese Fahrzeuge waren im Maßstab 1:64 etwas größer und deutlich schneller als die klassischen AMS-Autos.
  • Ende der Zusammenarbeit (1980er): Mit den finanziellen Schwierigkeiten von Aurora und dem Verkauf an Tomy Ende der 70er Jahre verlor Faller seinen Hauptlieferanten. 1985/86 wurde das AMS-System offiziell aus dem Faller-Katalog genommen. 

 

Kompatibilität und Unterschiede

 

Merkmal 

 

 

 

 

 

 

 

Faller AMS (Klassik)

 

 

 

Aurora / Faller AFX

Maßstab

 

 

 

 

 

 

 

Ca. 1:72 bis 1:87 (H0-nah)

 

 

 

Ca. 1:64 (Matchbox-Größe)

Chassis

 

 

 

 

 

 

 

Flachanker ("Pancake") / Blockmotor

 

 

 

Magna-Traction / G-Plus

Haftung

 

 

 

 

 

 

 

Mechanisch (Gewicht)

 

 

 

Magnetisch (Downforce)

Schienen

 

 

 

 

 

 

 

Schmaler Spurabstand

 

 

 

Breiterer Spurabstand (Tomy/AFX)

 

Obwohl AFX-Autos auf Faller-Schienen fahren können, sind sie oft zu breit für packende Zweikämpfe in den Kurven. Für den Betrieb von modernen AFX-Autos auf alten Faller-Schienen gibt es spezielle Adapterstücke

 

 

 


Eine Erläuterung zum Raritäten-Index findet ihr hier:

·         -5- häufig

·         -4- sehr oft

·         -3- oft

·         -2- selten

·         -1- sehr selten

·         -0- extrem selten